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Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neu-Ulm

Ausstieg aus Kohlekraft gefordert Grünen-Politiker Hartmann: Rückgrat sind Wind und Sonne

Ludwig Hartmann im Cafe D´Art           Foto: Mechthild Destruell

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossen. Ihm müsse der Ausstieg aus der Kohlekraft folgen, forderte der Grünen-Politiker Ludwig Hartmann während einer Veranstaltung seiner Partei in Neu-Ulm.

von JÜRGEN BUCHTA SWP vom 15.02.2014 "Wind und Sonne sind das Rückgrat der erneuerbaren Energien", steht für den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann, fest. "Im Solarbereich stehen wir zwar ganz gut da", berichtete er während einer Wahlkampfveranstaltung der Neu-Ulmer Grünen. Dazu hatten sich am Montagabend gut zwei Dutzend Zuhörer im Café D"™Art versammelt. Die wirtschaftlich günstigste Form der Energiegewinnung, die durch Windräder, führe aber ein Schattendasein in Bayern. Landesweit stünden bisher 600 Windkraftanlagen. Nach Ansicht des 35 Jahre alten Landsbergers müssten 1500 hinzukommen, die nicht in der Landschaft verstreut, sondern gebündelt aufgestellt werden sollten.

Hartmann übte in diesem Zusammenhang harsche Kritik am Zick-Zack-Kurs von Ministerpräsident Horst Seehofer. Vor zwei Jahren habe Seehofer alle Landräte und Kommunen für den angestrebten Ausbau der Windkraft gewonnen. Jetzt sei er dabei, diesen Plänen den Garaus zu machen. Es existiere keine Planungssicherheit mehr. Seehofer treibe es bei der Energiewende auf die Spitze und verspiele sämtliche Glaubwürdigkeit der Politik gegenüber allen Beteiligten.

Zwei weitere Verfahren zur Gewinnung erneuerbarer Energien - durch Biogasanlagen und Wasserkraft - sieht Hartmann weitgehend ausgeschöpft. Bei der Nutzung von Tiefengeothermie sei noch kein Durchbruch erreicht.

Hartmann war fünf Jahre lang energiepolitischer Sprecher seiner Fraktion, bevor er gemeinsam mit Margarete Bause deren Vorsitz übernahm. Er kennt selbstverständlich die Problematik, die Wind- und Sonnenenergie anhaftet. An einem schönen Sommertag liefert allein die Sonne zur Mittagszeit mehr Energie, als die Stromnetze verkraften. An windstillen und wolkenverhangenen Tagen fällt diese Produktion allerdings fast völlig flach.

Um die nötige Versorgungssicherheit zu garantieren, müssen seiner Meinung nach nicht Kohlekraftwerke vorgehalten werden und Dutzende neuer (Gas)-Kraftwerke entstehen, die schnell angeworfen und schnell wieder abgeschaltet werden können, Aktuell hält er den Bau eines neuen Gaskraftwerks in Bayern (die Regierung plant genau dieses bei Grafenrheinfeld) ohnehin für unnötig. Viel preiswerter und umweltverträglicher ist es seiner Meinung nach, in stromschwachen Zeiten große stromfressende Betriebe für einige Stunden abzuschalten und ihnen einen Ausgleich zu bezahlen. Auch sollten Biogas-Anlagen zur Abdeckung dieser Spitzen verstärkt zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus hält Hartmann den Bau neuer Pumpspeicherwerke, neuer Starkstromtrassen von Nord- nach Süddeutschland - zum Teil auch unterirdisch verlegt- und vieler kleiner Blockheizkraftwerke zur dezentralen Versorgung für unverzichtbar.

Und die Kosten? "Die Kostendebatte wird die Energiewende überleben", sagte er. Richtig weh täten die Preiserhöhungen ohnehin nur den Armen in der Gesellschaft. Das könne durch eine entsprechende Sozialpolitik aufgefangen werden.

Um die "echte Energiewende" voranzutreiben, fordert Hartmann als nächstes einen Fahrplan für den Ausstieg aus der Kohlekraft. Nur so ließen sich die angestrebten Klimaziele erreichen. Auch könne der Durchbruch nur Hand in Hand mit den Bürgern im Land gelingen.

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