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Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neu-Ulm

Ein Gleis nach Neu-Ulm

Ulmer und Neu-Ulmer GRÜNE verlegen ein Gleis    Foto: Mechthild Destruelle

Grüne machen sich für Straßenbahn zwischen den beiden Bahnhöfen stark und verlegen symbolisch Schienen auf der Herdbrücke.

Von Michael Böhm NUZ 17.02.2014 Mangelnden Einsatz kann man den Grünen zumindest nicht vorwerfen. Bei Wind und Wetter trafen sich gestern Vertreter aus Ulm und Neu-Ulm auf der Herdbrücke über der Donau, um dort symbolträchtig zwei Gleise zu verlegen. Hintergrund ist die Debatte um den Bau einer Straßenbahntrasse vom Ulmer Hauptbahnhof bis hin zum Neu-Ulmer Bahnhof.

Juchheim, Weinreich, Kröger, Joukov, Schäfer-Oelmayer, Schwelling  
Foto: Mechthild Destruelle



Diese hatte jüngst Neu-Ulms Oberbürgermeisterkandidat Detlef Kröger auf den Tisch gebracht und damit Schwung in den Wahlkampf gebracht. Nachdem er seine Pläne öffentlich gemacht hatte, reagierte wenig später Amtsinhaber Gerold Noerenberg und verwies die Ideen des Widersachers ins Reich der Fantasiegeschichten (wir berichteten).


Dieser schlug gestern mit der Gleis-Aktion erneut zurück und holte sich dafür Unterstützung von den Grünen auf beiden Seiten der Donau. Jürgen Filius, baden-württembergischer Landtagsabgeordneter, erklärte, die Straßenbahn sei für beide Städte unverzichtbar und hätte eigentlich schon längst kommen müssen. Er sei froh, dass Kröger das Thema nun wieder ins Spiel gebracht habe. "Die Straßenbahn ist das Verkehrsmittel der Zukunft", verkündete Ulms Stadträtin Birgit Schäfer-Oelmayer, erinnerte aber gleichzeitig daran, dass es schon einmal eine Tram zwischen den beiden Bahnhöfen gegeben habe: von 1897 bis 1944, ehe im Zweiten Weltkrieg der Betrieb eingestellt und nie mehr wieder aufgenommen wurde.

Stadtrat Rainer Juchheim sagte, Neu-Ulm habe das Thema Straßenbahn in der Vergangenheit schlicht verschlafen. Es sei so lange verzögert und geprüft worden, bis man das Auslaufen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes im Jahr 2019 als Grund vorschieben konnte. "Das ist aber Unsinn, es wird auch ein Folgegesetz geben, mit dem Öffentlicher Nahverkehr gefördert werden kann", sagte Juchheim.

Initiator Kröger selbst erklärte, dass er "tief enttäuscht" von Amtsinhaber Noerenberg sei, wie er mit dem Thema derzeit umgehe und Zahlen verdrehe. Michael Joukov, Stadtrat in Ulm, sagte: "Wenn man etwas schlecht reden will, dann gelingt einem das auch. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg." Zumindest die Grünen machten gestern deutlich, wo dieser hinführen soll: auf Schienen über die Herdbrücke.

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