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Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neu-Ulm

34.000 demonstrieren in München

Mechthild Destruelle und Eike Hallitzky waren auch dabei

Text stark angelehnt an die Internetpublikation des Bayereischen Rundfunks vom 05.06.2015, Fotos Klaus Rederer

Im Mittelpunkt der Proteste standen das Gipfeltreffen auf Schloss Elmau und das geplante Freihandelsabkommen TTIP.

Die Teilnehmer machten ihrem Ärger Luft: Gipfelkosten, Schiedsgerichte, Klima-Katastrophe, Hunger in der Welt oder Gentechnik waren die Themen, die die Demonstranten bewegten. Zu dem Protest in München hatten diverse Parteien und Nichtregierungsorganisationen aufgerufen.

Rund 3.000 Polizisten waren im Einsatz, doch eingreifen mussten sie nicht: Die Lage vor Ort glich eher einem Bürgerfest.

Auch einige Politiker nahmen an der Demo teil: Der Linken-Politiker Klaus Ernst sagte mit Blick auf TTIP: "Das brauchen nur die großen Konzerne." Ein anderes Thema bei der Kundgebung war der Kampf gegen die Erderwärmung. Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter verlangte vom G-7-Gipfel Ergebnisse. Die Regierungen müssten endlich konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz auf den Weg bringen.

... wo er Recht hat, hat er Recht

Nicht nur gegen das G7-Treffen protestieren, sondern selbst Vorschläge für eine bessere Weltwirtschaftsordnung machen - das war das Motto des "Gipfels der Alternativen". Als Redner trat auch der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, auf. Er sagte, die wahre Macht sitze in den Chefetagen internationaler Großkonzerne.

  "Wer glaubt, dass in Elmau souveräne und unabhängige Regierungschefs zusammenkommen, der irrt sich. ... Jedes Kind, das heute verhungert, wird ermordet ... In den vergangenen Jahren verdoppelte sich der Weizenpreis wegen Hedgefundspekulationen. ... Ich höre das immer wieder: Ich kann nichts tun. Es gibt keine Ohnmacht in der Demokratie. ... Nahrungsmittelspekulation kann morgen verboten werden - durch einen demokratischen Beschluss."

Jean Ziegler

Oxfam: Soziale Ungleichheit erzeugt Extremismus

Andere Redner prangerten die soziale Ungleichheit rund um den Globus an. Die sei "weltweit der Nährboden für Exremismus", erklärte Jörn Kalinski von der Hilfsorganisation Oxfam:

    "Eine Gruppe von Menschen, die in einen Reisebus passt, besitzt genauso viel, wie 3,5 Milliarden Menschen."

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