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Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neu-Ulm

Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt im Südwest Presse-Forum

Jürgen Filius, Birgit Schäfer-Oelmayer, Katrin Göring-Eckardt    Foto: Klaus Rederer

Text: CHIRIN KOLB, JÜRGEN BUCHTA, 09.07.2013 SWP Er der Wilde, sie die Milde - diese Charakterisierung des Grünen Spitzenduos Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt für die Bundestagswahl behagt ihr gar nicht. Sie verzieht das Gesicht auf dem Podium im Stadthaus, legt den Kopf schräg. Eine halbe Stunde später aber räumt sie indirekt ein, dass der stellvertretende Chefredakteur Ulf Schlüter, der das Forum zusammen mit Politikchefin Elisabeth Zoll moderierte, gar nicht so unrecht hatte mit seiner Beschreibung.

Denn die Basis, sagte Göring-Eckardt im ordentlich gefüllten Saal, habe sich das bei der Urwahl der Spitzenkandidaten offenbar gut überlegt. "Wir sprechen unterschiedliche Menschen an, wir haben unterschiedliche Temperamente." Dennoch könnten sie gut zusammen arbeiten. Trittin attestiere ihr außerdem einen Vorteil: "Er sagt, ich verstehe seine Witze."

Ulf Schlüter, Katrin Göring-Eckardt, Elisabeth Zoll    Foto: Klaus Rederer

Bis zur Spitzenkandidatin der Grünen war es für die gebürtige Thüringerin aber ein weiter Weg. Ihre Herkunft aus der DDR, ihre feste Verankerung im Glauben und in der Evangelischen Kirche, ihre ersten Schritte hin zu den Grünen wurden im SÜDWEST PRESSE-Forum ebenfalls ausführlich beleuchtet. Der Glaube gehöre zu ihrer politischen Arbeit dazu, "das ist nicht zu trennen", sagte die 47-Jährige. Der Protestantismus sei schon zu DDR-Zeiten ein wichtiger Anker für sie gewesen, die Freiheit eines Christenmenschen von elementarer Bedeutung. Je länger sie Politik mache, umso mehr bedeute ihr der Glaube.

"ordentlich gefüllter Saal"                                                Foto: Klaus Rederer

Kirchliche Gruppen und Grüne treffen sich bei etlichen Themen, sei es gegen Rassismus oder für soziale Gerechtigkeit, sagte Göring-Eckardt. Ein Mindestlohn, eine Garantierente, um Altersarmut zu vermeiden, und Investitionen in Bildung liegen ihr am Herzen. Sie will den Investitionsstau beseitigen, der zu kaputten Straßen und geschlossenen Schwimmbädern führt. Das kostet viel Geld. Die Finanzierung soll nach den Vorstellungen der Grünen überwiegend geschultert werden durch Subventionsabbau und Einsparungen wie der Abschaffung des Betreuungsgelds. Aber auch durch Steuererhöhungen. "Sie treffen aber nur die zehn Prozent der Bevölkerung, die nicht mehr zur Mittelschicht gehören."

Katrin Göring-Eckardt wirkt offen und differenziert, sie ist eine Frau der leiseren Töne, freundlich selbst bei kleinen Spitzen. Ob sie denn noch etwas mit Kanzlerin Angela Merkel verbinde, die wie sie aus der DDR stammt und im Demokratischen Aufbruch aktiv war? Sie lächelt. "Das würden Sie nicht fragen, wenn wir beide aus Nordrhein-Westfalen und dem Braunkohlemilieu stammen würden."

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