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Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neu-Ulm

Wenn Kinder unter Armut leiden

Grüne diskutieren in Neu-Ulm, wie den Sprösslingen armer Familien am besten geholfen werden kann Von Gerrit-R. Ranft NUZ 14.10.2016

 "Kinderarmut" ist auch in Deutschland weit verbreitet. Zwar stehen Bayern und Baden-Württemberg wohl besser da als die übrigen Bundesländer - dass aber Kinder in armen Familien kaum Aufstiegschancen haben, lässt die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz nicht ruhen. Auf einer Podiumsdiskussion in Neu-Ulm suchte sie jetzt nach Abhilfen.

"In Bayern lebten im vergangenen Jahr 140000 Kinder in Familien mit Hartz-IV-Grundsicherung", trug Deligöz im Johannessaal vor, "das waren 7200 mehr als im Jahr 2011". Die Quote der Kinder in Armut liege im Freistaat bei 6,8, im Bund bei 14,3 Prozent. Neu-Ulm gehe es noch etwas besser als dem übrigen Bayern.

Lösungsansätze trug die Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer (Grüne) vor, die neben Deligöz das Podium besetzte. Als Mitglied der Kinderkommission im Bundestag sieht sie eine "Grundsicherung für Kinder" als vorstellbar. "Dann könnte man sich alles andere sparen." Aber natürlich müsse auch an der Bildung angesetzt werden, damit armer Leute Kinder die Möglichkeit bekämen, beruflich und damit auch sozial aufzusteigen. Derzeit gelte, dass Armut in die nächste Generation vererbt werde, weil zu wenig Hilfe bereit stehe. Ganztagsschulen könnten nützen, auch kostenloser Nachhilfeunterricht an Grundschulen. "Wir müssen da fördern, wo Kinder sind, und Schule zum Lebensort gestalten."

Alexandra Stork als Regionalleiterin der Ulmer Caritas und Geschäftsführerin der noch jungen Kinderstiftung Ulm/Donau-Iller nannte auf dem Podium die ganze Situation absurd. Kinder in Armut trügen schon den Stempel auf der Stirn, weil natürlich alle Mitschüler um ihre Lage wüssten. Die Kinderstiftung bearbeite jährlich rund 200 Fälle, in denen Eltern Förderung beantragten. "Wir beraten auf vielen Ebenen, aber Kinderarmut ist sehr komplex." In den Kommunen sei viel guter Wille vorhanden, etwas zu tun, wie das "herausragende Beispiel Neu-Ulmer Familienzentrum" belege. Aber alle arbeiteten eben nur an den Symptomen, wo doch Kinderarmut keineswegs ein individueller Prozess sei.

Zwei Lehrerinnen unter den Besuchern schilderten eigene Erfahrungen aus dem Schulalltag und forderten, wie die Politikerinnen, "den ganz großen Wurf" - ohne aber zu beschreiben, worin der bestehen könnte. Auf jeden Fall müsse stärker als gegenwärtig in Bildung investiert werden, waren sich Podium und Zuhörer einig. Gleichzeitig müssten die Kultusministerien in den Ländern abgeschafft und ihre gesamten Kompetenzen auf ein Bundesbildungsministerium übertragen werden.

"Die Gesellschaft muss sich endlich entscheiden, ob Kinder erwünscht sind", sagte die Abgeordnete Walter-Rosenheimer. Gegenwärtig habe wohl niemand so recht das Gefühl, dass etwas für Kinder getan werden müsse. Beide Politikerinnen empfahlen, Kommunen sollten bereits unmittelbar nach der Geburt eines neuen Erdenbürgers Mutter und Kind in der Klinik aufsuchen. "Vielleicht der Oberbürgermeister mit einem Blumenstrauß". Das schaffe - wie Beispiele belegten - Vertrauen und könne auch gleich genutzt werden, um erste Hilfsmaßnahmen vorzubereiten.
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Wenn Kinder unter Armut leiden - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Wenn-Kinder-unter-Armut-leiden-id39354067.html

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