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Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neu-Ulm

Ein Meer aus Plastik

Bettina Kelm, Eike Hallitzky                    Fotos und Text: Klaus Rederer

"Wenn wir auf Plastiktüten, Einwegflaschen, Coffee-To-Go Becher und unnötige Plastikverpackungen verzichten, ist ein großer Schritt schon getan."

Eike Hallitzky, Sprecher der bayerischen Grünen, stellt den Kampf gegen den ausufernden Verbrauch von Plastik und die damit verbundene Umwelt- und Ressourcenproblematik ins Zentrum grüner Politik. Plastik ist allgegenwärtig, immer und überall anzutreffen. Wir haben uns sehr stark daran gewöhnt und die riesigen Probleme, die sich von der Erzeugung, dem Gebrauch bis schließlich zur Entsorgung ergeben weitgehend verdrängt. Wer glaubt, mit fleißigem Sammeln, Mülltrennen und dem Verbrennen in "sauberen" Müllverbrennungsanlagen wäre alles getan, liegt gewaltig daneben.

Eike Halitzky, Sprecher der bayerischen Grünen 

Am 27. September hat der Neu-Ulmer Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen zusammen mit dem Landesvorsitzenden Eike Hallitzky und die Naturjournalistin Bettina Kelm zu einem Vortrag ins Neu-Ulmer Johannes Haus geladen; "Panama - ein Paradies ertrinkt in Plastik."

Bettina Kelm, Naturjournalistin

Kelm berichtete eindrücklich von ihren Erlebnissen in Panama und anderen Küsten dieser Welt. Ursprünglich wollte Sie eine Reportage über Buckelwale im Golf von Panama machen. Allerdings war der erste Wal, den sie zu sehen bekam, ein Kadaver, der in einer schwimmenden Insel aus Plastikmüll im Meer herumtrieb.
Auf diesem ersten Ausflug gelang es ihr und ihren Reisegefährten mehrere Meeresschildkröten zu befreien, die sich in Plastiktüten, Angelschnüren und vor allem Netzen verfangen hatten. Mit zahlreichen erschütternden Fotografien zeigte die Naturjournalistin die katastrophale Verschmutzung dieses Teils der mittelamerikanischen Pazifikküste, überall Plastikmüll, im Wasser, am Strand, selbst auf unbewohnten Inseln. Die Leidtragenden sind in erster Linie Vögel, Meeressäuger, Schildkröten und Fische, aber auch der Mensch.

Eine massive Gefahr für die Umwelt stellen aber nicht nur die großen und kleinen Gegenstände an der Oberfläche und den oberen Meeresschichten dar, sondern auch das sogenannte Mikroplastik, das durch die Einwirkung von Sonnenlicht, Salz und Wellengang aus ehemals größeren Teilen entsteht. Von diesem nahezu unverrottbaren Mikroplastik sinkt mehr und mehr auf den Grund der Ozeane, wird in immer stärkerem Maße von Vögeln, Fischen und selbst Walen gefressen und somit mit unabsehbaren Folgen zu einem Teil der Umwelt und der Nahrungskette.
Hier schließt sich dann auch wieder der Kreis ins scheinbar so saubere Deutschland. Nicht nur in der Ferne sondern auch an unseren Küsten, in unseren Flüssen und Seen ist immer mehr Plastik nachweisbar. Kelm zeigt Beispiele von der Nordseeküste, dem Chiemsee und der Donau bei Regensburg, bei denen allein die Menge des gefundenen und schließlich weggeräumten Plastiks erschreckt.

Im zweiten Teil des Vortrages zeigten Hallitzky und Kelm Möglichkeiten auf, den individuellen Verbrauch von Plastik zu reduzieren. "Das beste Plastik ist Plastik, das erst gar nicht produziert wird." Darüber hinaus wurden Projekte wie zum Beispiel "one world - one ocean" vorgestellt, die sich darum bemühen, mit neuen Techniken die Reinigung von Meeren und Seen zu ermöglichen.
In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, wie selbstverständlich uns der Gebrauch und Verbrauch von Plastik längst geworden ist, aber auch dass es viele gar nicht besonders aufwendige Möglichkeiten gibt, seinen eigenen Beitrag zur Vermeidung von Plastikmüll zu leisten. Natürlich wollen sich die anwesenden Grünen nicht damit begnügen, sich an die eigene Nase zu fassen, sondern wollen ihren Landesvorsitzenden Hallitzky in seinem politischen Kampf gegen die Vermüllung unserer Welt mit Plastik tatkräftig unterstützen.

... in der Mitte: unser beiden Sprecher Holger Greif und Mechthild Destruelle

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